• Rebekka Lonczyk

Last Night in Soho – Filmreview

Bei dem Film „Last Night in Soho” handelt es sich um einen Psychothriller, der bei einigen Streamingdiensten auch unter das Genre Horror und Drama fällt. An der Beschreibung kann man nur erahnen, worum es in dem Film gehen wird. Sehr spannend, fand ich die Beschreibung nicht, dennoch hat es mich interessiert, wie eine Art Zeitreise hier umgesetzt wird. Denn gerade bei Zeitreisen kommt es in Filmen und Serien häufig vor, dass diese nicht stimmig sind und man bei näherer Betrachtung Widersprüche findet. Zudem habe ich sowohl positive Bewertungen als auch negative gelesen. Daher war dann meine Neugier noch mehr geweckt.


Die Handlung


Doch kommen wir zuerst zu der Handlung, also worum es in dem Film „Last Night in Soho“ geht. In dem Film geht es um Ellie, die als Waise bei ihrer Großmutter aufwächst. Ihre Mutter ist verstorben und ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Sie hat den großen Wunsch eine Modedesignerin zu werden. Daher ist ihre Freude sehr groß, als sie einen Studienplatz an dem College of Fashion in London erhält. Nachdem sie in London angekommen ist, hat sie es allerdings schwer richtig Fußfassen zu können. Dies liegt besonders an ihrer Art. Sie liebt nicht nur die Musik der 1960er Jahre, sondern auch deren Kleidungsstil. Aus diesem Grund zieht sie relativ schnell aus dem Studentenwohnheim aus, um ein Zimmer bei einer älteren Dame zu bewohnen. Bereits in der ersten Nacht, reist sie nach dem Einschlafen in das Jahr 1960 zurück. Dort kann sie eine angehende Sängerin beobachten und sich gelegentlich auch in deren Körper wiederfinden. Ellie nutzt diese Erfahrung, um sich Inspirationen für ihre Designs einzuholen. Allerdings werden ihre Reisen in die Vergangenheit sehr schnell mit der Realität vermischt.


Gibt es etwas Besonders bei diesem Film?


Die Atmosphäre des Films ist düster bis bedrückend. Allerdings ist „Last Night in Soho“ sehr gut gefilmt. Besonders wenn es um die Reisen in die Vergangenheit geht, ist die Kameraführung sowie die Art und Weise wie es gefilmt wurde sehr schön anzusehen. Auch wurde der Stil der 60er Jahre sehr gut dargestellt. Die Kleider sowie die Autos und die Stadt selbst, kann man sich ideal vorstellen. Ebenso wurde sehr viel Wert auf die Musik gelegt. Die Art des Films habe ich so noch nicht gesehen.


Sollte man etwas beachten, wenn man sich „Last Night in Soho“ ansehen möchte?

Wenn du Interesse an diesem Film hast, dann sollte dir bewusst sein, dass es sich um eine Art Psycho-Thriller handelt. Auch wenn einige den Film in das Genre Horror einstufen, fand ich wenige Aspekte, die auf Horror hindeuten. Zudem sollte man etwas Zeit einplanen, da der Film insgesamt 1 Stunde und 57 Minuten Laufzeit hat.


Die Altersfreigabe


Bei der Altersfreigabe von Filmen spielt die eigene Meinung immer eine große Rolle. Jeder hat in der Regel eine andere Vorstellung davon, ab welchem Alter, welcher Film freigegeben werden sollte. „Last Night in Soho“ hat eine Altersfreigabe von 16 Jahren. Das finde ich eigentlich in Ordnung. Es kommen kaum Szenen vor in denen bestimmte Handlungen gezeigt werden. Allerdings kann der Aspekt, dass es sich um ein Psycho-Thriller handelt, eher dafür sprechen, dass der Film ab 18 Jahren angesehen werden sollte.


Was ist über die schauspielerische Leistung zu sagen?


Ich finde, dass die Schauspieler eine sehr gute Leistung bei dem Film angegeben haben. Die Charaktere passen optimal in die verschiedenen Zeiten und auch das beklemmende Gefühl wurde optimal rübergebracht. Zudem haben einige Schauspieler mitgespielt, die man bereits aus anderen Filmen und Serien kannte. Mitgespielt haben:


  • Anya Taylor Joy (bekannt aus „Damengambit“)

  • Thomasin McKenzie (bekannt aus „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“, „The King“)

  • Matt Smith (bekannt aus „The Crown”, “Doctor Who”, „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers”)


Warum solltest du dir „Last Night in Soho“ ansehen?


Zwar handelt es sich bei diesem Film um einen Psycho-Thriller, dennoch ist dieser Film auch für dich geeignet, wenn du Farbenfrohe Filme magst. Die Bilder sowie die Kameraführung sind sehr gut. Und auch die Geschichte wird gut rübergebracht. Jedoch solltest du dabei beachten, dass es sich um ein Psycho-Thriller handelt, bei dem es um Zeitreisen geht. In einigen Fällen ist Aufmerksamkeit gefragt, um der Handling folgen zu können. Ebenso kann die ein oder andere Szene mehr an Horror anstatt Thriller erinnern.


Meine Meinung zu „Last Night in Soho“


Ich bin kein Freund von Horrorfilmen. Daher war ich etwas skeptisch als ich unterschiedliche Genre festgestellt habe. Bei dem einen Streamingdienst stand Psycho-Thriller, bei einem anderen Horror und wieder bei einem anderen Drama. Ebenso ist es immer schwer in Filmen Zeitreisen darzustellen, da es logische Unstimmigkeiten geben kann. Dennoch habe ich „Last Night in Soho“ eine Chance gegeben. Insbesondere lag es daran, dass die Beschreibungen überzeugend geschrieben sind. Zudem hat mich die Länge von fast zwei Stunden etwas überrascht, da die meisten Filme im Durchschnitt nur 1 ½ Stunden gehen.


Ich persönlich fand die schauspielerische Leistung gut. Gerade die Hauptdarstellerin hat ihren Zustand überzeugend wiedergegeben. Auch die Nebendarsteller haben sich sehr gut in ihre Rolle hineingefunden. Sehr überzeugend fand ich den Übergang zwischen der „Jetztzeit“ und der Vergangenheit. Auch wie dargestellt wurde, dass sich die Hauptdarstellerin nun in einer anderen Person wiederfindet hat die Kamera optimal eingefangen. Dennoch muss ich auch sagen, dass es einige Szenen in dem Film gibt die sehr vorhersehbar waren. Gleichzeitig kam es mit auch so vor, als ob der Film gerade gegen Ende sehr langgezogen wurde, um auf eine Laufzeit von zwei Stunden zu kommen.


Gerade die letzten 30 Minuten sind eher skurril und hätten meiner Meinung schneller zu zum Schluss gebracht werden können. Im Großen und Ganzen kann man sich „Last Night in Soho“ ansehen und er ist unterhaltsam. Durch die Länge eignet sich der Film auch gut für einen Filmabend. Die Filmmusik ist ebenfalls sehr gut auf die Szenen zugeschnitten. Allerdings ist diese in einigen Szenen sehr laut, sodass man gegebenenfalls die Lautstärke selbst regulieren muss.


Spannung ist bei mir jedoch nicht groß aufgekommen, da es wie gesagt einige Szenen gibt, die vorhersehbar sind. Dennoch würde ich den Film eher in die Kategorie Psycho einordnen und weniger in Horror oder Drama.


Nebeninformationen zum Film:


FSK: 16 Jahre

Erscheinungsjahr: 2021

Filmlänge: 1 Stunde 57 Minuten

Regie: Edgar Wright


Hast du „Last Night in Soho” bereits gesehen? Dann schreibe mir deine Meinung gerne in die Kommentare.




 

Über mich:

Ich bin Rebekka, Texterin und Bloggerin aus Hessen. Neben meiner Selbstständigkeit freue ich mich immer darauf in meinem Blog Erfahrungen und interessante Themen aufzuschreiben und mit euch zu teilen.

 




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