• Rebekka Lonczyk

Die Köchin von Castamar – Serienreview

Ich musste mich mal wieder auf die Suche nach einer Serie machen und bin dabei auf „Die Köchin von Castamar“ gestoßen. Ja Serien, Filme, die in einer vergangenen Zeit spielen finde ich sehr interessant. Man erinnert sich an „Stolz und Vorurteil“ oder „Die Herzogin“. Doch etwas zu finden, was auf demselben Niveau ist, kann sich als relativ schwer erweisen. Dennoch habe ich in der letzten Zeit festgestellt, dass es einige Serien gibt, die nicht mehr in der modernen, bekannten Welt spielen. Bei meiner Suche bin ich auf „Die Köchin von Castamar“ gestoßen und habe diese ausprobiert. Zugegeben, meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, weshalb ich relativ oberflächlich an diese Serie herangegangen bin.


Worum geht es in „Die Köchin von Castamar“?


Bevor wir zu meinem Fazit und kleinen Details sowie Hintergrundinformationen kommen, geht es zuerst darum, was dich bei dieser Serie erwartet:

Es ist das Jahr 1720 und der Herzog, Diego, von Castamar verliert aufgrund eines tragischen Unglückes seine Frau. Kurz zuvor enthüllte diese ihrem Mann, ein Kind zu erwarten, wodurch der Herzog innerhalb von wenigen Sekunden nicht nur seine Frau, sondern auch sein ungeborenes Kind verliert. Durch die tiefe Trauer kapselt er sich immer weiter ab und hat auch kein Interesse an anderen Frauen, was er diese sowie seine Verwandtschaft deutlich spüren lässt. Allerdings findet er sehr viel Trost im Wein.

Doch nicht nur er ist in tiefer Trauer. Auch eine Küchenhilfe namens Clara betrauert den Verlust ihres Vaters. Da Clara mit diesem Verlust nicht zurechtkommt, entwickelt sie eine Angststörung, die es ihr verbietet in die Natur zu gehen. Sie traut sich nicht einmal in den Hof, um frische Eier zu holen. Jedoch erhält sie die Möglichkeit eine Anstellung als Küchenhilfe in dem Anwesen des Herzigs von Castamar. Dort steigt sie durch einen Zufall zur Köchin auf und überzeugt alle im Haus mit ihrer Kochkunst. Schon bald hat auch der Herzog selbst sie bemerkt und sein Interesse an ihr wächst.


So kommt es durch den großen Klassenunterschied schnell zu Schwierigkeiten, Gehässigkeiten und anderen Problemen, die sowohl Clara als auch der Herzog selbst bewältigen müssen.


Wie ist die Atmosphäre der Serie?


Gerade bei Serien, die in er früheren Zeit spielen, wünscht sich jeder eine besonders eindruckende und überzeugende Atmosphäre. Das bedeutet, die Landschaft, die Gebäude sowie die Kostüme und das Schauspiel müssen zu der Zeit passen. Bei „Die Köchin von Castamar“ kommt genau das rüber.


Man kann den Aufwand, der hinter dieser Serie steckt sehr gut erkennen. Durch diese Serie kommst du voll und ganz auf deine Kosten, wenn du dir gerne atemberaubende Kleider und Kostüme sowie vergangene Zeiten anschaust. Da es in der Serie hauptsächlich um den Herzog und eine Köchin geht, kommt der Klassenunterschied ebenfalls sehr gut zur Geltung. Ebenso die Probleme mit denen gerade die Haushälter zu kämpfen haben.


Wie lange kann man „Die Köchin von Castamar“ genießen?


Derzeit ist nur eine Staffel der Serie verfügbar. Diese hat insgesamt 12 Folgen, die alle eine angenehme Länge haben. So kann man die Serie optimal als Abendprogramm nutzen.


Folge 1: Die wichtigste Zutat: 1 Stunde 9 Minuten

Folge 2: Die Nacht des Königs: 55 Minuten

Folge 3: Credo Ut Intelligam: 57 Minuten

Folge 4: Flieg davon: 53 Minuten

Folge 5: Die Entscheidung: 52 Minuten

Folge 6: Im dunklen Schatten: 55 Minuten

Folge 7: Nicht ausradiert: 51 Minuten

Folge 8: Es sollte nicht sein: 53 Minuten

Folge 9: Die Wahrheit: 52 Minuten

Folge 10: Was wirklich wichtig ist: 51 Minuten

Folge 11: Bumbum: 53 Minuten

Folge 12: Jeder hat seinen Platz: 55 Minuten


Die einzelnen Folgen sind nicht zu lang und dadurch ideal geeignet, um die Abende damit zu füllen.


Handelt es sich bei der Serie „Die Köchin von Castamar“ um eine Buchverfilmung?


Was ich nicht wusste, bevor ich mir die Serie angesehen habe war, dass diese Serie auf einer Bücherreihe basiert. Somit kannst du dir entweder zuerst die Serie ansehen und danach die Bücher lesen oder andersherum. Die Serie „Die Köchin von Castamar“ kannst du dir auf Netflix ansehen. Die beiden Bücher findest du bei Amazon.


Ist eine Fortsetzung der Serie geplant?


Derzeit ist nur die erste Staffel verfügbar. Da es sich bei dieser Serie um eine Buchverfilmung handelt, können wir nur hoffen, dass es auch eine zweite Staffel gibt. Zwar habe ich die Bücher noch nicht gelesen, daher kann ich nicht sagen, ob die Geschichte in den Büchern weitergeht. Aktuell ist allerdings noch nicht bekannt, ob es eine zweite Staffel der Serie „Die Köchin von Castamar“ gibt.


Mein Fazit


Zugegebenermaßen mag ich Serien und Filme, die in einer früheren Zeit spielen. Allerdings ist man durch Hollywood auch sehr verwöhnt, was diese Art von Filmen oder Serien angeht. Da mich zu Beginn die Kurzbeschreibung nicht sonderlich angesprochen hat, habe ich „Die Köchin von Castamar“ einfach begonnen ohne bestimmte Erwartungen zu haben. Natürlich weiß niemand, wie es wirklich zu der früheren Zeit war, welche Kleidung getragen wurde und wie die Höflichkeitsformen oder die Sprache wirklich war. Dennoch hat man durch die Geschichte einige Vorstellungen davon, wie es gewesen sein könnte.


Was die Kostüme und die Umgebung sowie die Dekoration sowie Kleinigkeiten angeht, muss ich sagen, dass mich diese überzeugt haben. Man kann bereits an der Kleidung erkennen, zu welchem Stand welche Personen angehören. Auch was die Sprache angeht, kommt alles sehr authentisch bei mir an. Dennoch gibt es bestimmte Dinge, die geschichtlich nicht hineinpassen und stellenweise darauf ausgelegt sind, das Publikum anzuziehen.


Um welche Dinge es sich dabei im Einzelnen handelt, möchte ich hier nicht verraten, um niemandem etwas zu Spoilern, der die Serie noch sehen möchte. Falls du zu diesen gehörst, dann schreib es gerne in die Kommentare, welche Punkte du gesehen hast, die zeitlich nicht hineinpassen.


Wenn du allerdings diese Dinge ausblendest und die Serie als Unterhaltung ansiehst, dann ist „Die Köchin von Castamar“ wirklich zu empfehlen. Es handelt sich dabei um eine klassische Liebesgeschichte, wie du sie aus vielen anderen Serien und Filmen kennst. Auch bei dieser Serie habe ich mir vorher keinen Trailer angesehen und auch keine Bewertungen nachgeschlagen. Auch ist hier keine wirkliche Spannung entstanden. Natürlich gab es die ein oder andere Szene, wo auch ich ein leichtes Mitfiebern verspürt habe, aber wirkliche Spannung ist nicht aufgekommen. Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber und auch der Zusammenhalt der verschiedenen Personen ist nachvollziehbar. Doch bei den gesamten zwölf Folgen hatte ich nicht das Gefühl, die Serie vorzeitig beenden zu wollen.


Ich kann „Die Köchin von Castamar“ empfehlen und jedem ans Herz legen, der Kostümfilme mag.


Hast du dir "Die Köchin von Castamar" schon angesehen? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren.


Hier noch einige Details der Serie, die eventuell für dich interessant sei können:


Erscheinungsjahr: 2021

FSK: 16

Darsteller: Michelle Jenner, Roberto Enriquez, María Hervás

Verfügbare Staffel: 1



Über mich:

Ich bin Rebekka, Texterin und Bloggerin aus Hessen. Neben meiner Selbstständigkeit freue ich mich immer darauf, in meinem Blog Erfahrungen und interessante Themen aufzuschreiben und mit euch zu teilen.


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