• Rebekka Lonczyk

Candyman - Filmreview

Diese Woche ist es wieder Zeit für ein neues Review. Dieses Mal habe ich für euch einen Horror-Film, der auch für nicht Horror-Fans geeignet ist. Und zwar geht es heute um den Film „Candyman“. Zugegeben, die Geschichte hat mich etwas an „Bloody Mary“ erinnert. Dennoch kann man sich den Film ansehen, ohne dabei gelangweilt zu sein. Zudem gibt es in dem Film vergleichsweise wenig blutüberströmte Gliedmaßen und auch die Grausamkeit ist vergleichsweise gering. Natürlich gibt es einige Szenen, bei denen auch so etwas vorhanden ist, doch als Slasher-Film ist hier wirklich mehr auf Spannung gesetzt worden. Doch kommen wir zuerst zu einigen Nebeninformationen, um dir einen kleinen Einblick zu geben, worum es in „Candyman“ geht.


Die Handlung


Nachdem ein Künstler in eine neue Gegend gezogen ist, hört er von der Nachbarschaft die Geschichte des „Candyman“. „Candyman“ soll aus einer anderen Welt kommen und aufgrund seiner Hakenhand eine gruselige Gestalt haben. Sobald man den Namen fünfmal in den Spiegel sagt, kann man die Gestalt herbeirufen. Die Geschichte inspiriert den Künstler zu neuen Bildern, die er verkaufen möchte. Doch dann entwickelt sich die Geschichte weiter, und nimmt einen Weg ein, mit dem auch der Künstler sowie seine Freundin nicht gerechnet haben.


Die Atmosphäre in „Candyman“


Der Film hat eine etwas längere Aufbauphase. Daher ist es wichtig, dass du bei diesem Film Geduld beweist. Denn erst nach einer halben Stunde ungefähr, fängt der Film an Gestalt anzunehmen. Die Atmosphäre ist düster, was gerade bei dieser Geschichte sehr gut getroffen wurde. Die Spannung wird sehr gut aufgebaut und man möchte doch wissen, wie es weitergeht.


Welche Schauspieler sind zu sehen?


Damit du weißt, wen du dir in diesem Horror-Thriller ansehen kannst, möchte ich dir hier aufzählen, welche Schauspieler mitgewirkt haben:


  • Jordan Peele - bekannt aus „Get out“

  • Yahya Abdul-Mateen II - bekannt aus „Aguaman“, „Ambulance“, „Watchmen“…

  • Anthony Tiran Todd - bekannt aus „Final Destination”, „The Flash”, „Raumschiff Enterprise”

  • Teyonah Parris - bekannt aus „Wanda Vision“

  • Colman Jason Domingo - bekannt aus „Fear the Walking Dead”


Schauspielerisch kann ich hier keine Kritik nennen, da ich den Film wirklich in dieser Hinsicht gut fand.


Die Filmlänge


Kommen wir nun zu einem sehr interessanten Punkt. Die Länge von „Candyman“. Der Film hat eine Länge von 1 Stunde und 31 Minuten. Als Film finde ich die Länge wirklich in Ordnung. Es sind mit beim Schauen auch keine Längen oder unnötigen Dinge aufgefallen. Zudem finde ich, dass in diese Zeit alles hineingepackt wurde, was möglich ist. Es fehlten in der Geschichte keine Zusammenhänge und als Zuschauer lässt sich der Handlung sehr gut folgen.


Eignet sich „Candyman“ für einen Filmabend?


Gerade in der Oktoberzeit gibt es sehr viele Horrorfilme zu sehen. Um die Halloween-Zeit möchte man sich richtig gruseln und ein Schauder um den Rücken bekommen. „Candyman“ kann ich zwar für einen Filmabend empfehlen, aber als Horrorfilm für Halloween ist dieser Film etwas zu harmlos. Es gibt zwar einige spannende Stellen, doch als Schocker würde ich diesen nicht bezeichnen. Meiner Meinung nach gibt es einige Filme, die gruseliger sind. Aber dazu muss ich ebenso sagen, dass ich schnell erschrecke und manche Filme gruselig finden, wo andere nicht mal zusammenzucken.


Meine Meinung zu „Candyman“


Ich war zuerst nicht begeistert von diesem Film. Das lag allerdings daran, dass ich im Allgemeinen nicht auf Horror-Filme stehe. Dennoch war ich von diesem Film leicht überrascht. Gerade was das Storytelling angeht, ist dieser Film etwas normaler. Er fängt auch nicht direkt wie ein Horror-Film an. Erst ab dem mittleren Teil merkt man, dass es sich um einen Horror-Film handelt. „Candyman“ ist spannend, aber nicht gruselig. Daher eignet sich dieser Film auch für diejenigen, die mehr auf Spannung stehen. Zwar gibt es auch leicht brutale Szenen, aber diese halten sich noch in Grenzen. Zudem kannst du als Zuschauer relativ schnell herausfinden, was als nächstes passiert.


Zugegeben fand ich es etwas seltsam, dass der Film viele Ähnlichkeiten zu „Bloody Mary“ hat. Hier hätte man sich eventuell etwas anderes einfallen lassen können. Besonders, da die Geschichte nicht auf einer Sage beruht, sondern für den Film erfunden wurde. Auch wenn es noch weitere Filme über „Candyman“ gibt, würde ich mir diese nicht ansehen. Die Geschichte wird sich sicherlich nicht verändern. Das ist aber bei vielen Horror-Filmen der Fall.


Die Effekte in „Candyman“ finde ich persönlich gut. Es ist alles sehr gut gemacht und auch authentisch.


Da nur die wenigsten die Geschichte des „Candyman“ kennt, wird diese in dem Film nochmals erklärt. Das finde ich auch gut, denn so erfährt man, warum es den „Candyman“ überhaupt gibt und welche Absichten dieser hat. Auch wenn ich die Geschichte etwas brutal finde, ist sie dennoch für die weiteren Handlungen in dem Film wichtig.


Grundsätzlich kann ich „Candyman“ als Thriller empfehlen. Als Gruselfilm hingegen ist er weniger geeignet. Zudem finde ich, dass hin und wieder etwas Spannung aus dem Film genommen wurde. Da man als Zuschauer bestimmte Handlungen erahnen kann. Gerade dann, wenn du dir öfter solche Filme ansiehst, wird nichts Neues für dich dabei sein.


Was ich ebenfalls interessant finde, ist, dass die Geschichte des „Candyman“ das erste Mal im Jahr 1985 erschienen ist. Allerdings wurde hier die Figur noch nicht richtig beschrieben. Erst die Filme haben der Figur eine Gestalt gegeben, die allerdings mit der Geschichte aus 1985 nicht viel gemeinsam hat. Zudem ist „Candyman“ bereits 1992 verfilmt worden. Somit handelt es sich bei dem Film „Candyman“ aus dem Jahr 2021 um eine Neuauflage. Doch auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, sind einige Aspekte in dem Film wahr. Natürlich nicht der „Candyman“! Gerade der Wohnblock, der in dem Film gebaut wurde, ist real. Die Häuser bzw. das Projekt wurde im Jahr 1940 gestartet und 2011 beendet. Zudem wurde das Gebiet im Laufe der Jahre optisch stark verändert. Gerade die Verbrechen in diesem Viertel sind sehr bekannt. Und auch diese Aspekte werden in dem Film miteinbezogen.


Somit hat „Candyman“ nicht nur einen kleinen Horror-Effekt, sondern greift auch einige Dinge auf, die wirklich passiert sind. Diese Mischung wurde sehr gut bildlich dargestellt, ohne dabei genauer auf den Hintergrund des Viertels einzugehen. Daher ist „Candyman“ eine fiktive Geschichte mit einem kleinen wahren Detail.


Was hältst du von dem Film?



 

Über mich:

Ich bin Rebekka, Texterin und Bloggerin aus Hessen. Neben meiner Selbstständigkeit freue ich mich immer darauf in meinem Blog Erfahrungen und interessante Themen aufzuschreiben und mit euch zu teilen.


 


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